Unteralba

Im Jahre 1183, wurde Unteralba das erste mal in Urkunden erwähnt, da Güter des Klosters Königsbreitungen in Albaha lagen. Der Name ist von dem des Baches abgeleitet, an dem Unteralba liegt, dessen Name im Mittelalter ‚Albaha‘ lautete. Erst später werden zwei Alba unterschieden. 1325 sind Ober- und Unteralba als ‚Alba und Alba‘ historisch bezeugt. Unteralba am Fuße des 714 Meter hohen Baiers liegt bachabwärts, woraus sich auch der Name (“ an der unteren Alba“) ableiten lässt. Immer wieder war der Ort von Kriegen, Zerstörungen, Plünderungen und Brandschatzungen betroffen.

1512 wurden Ober- und Unteralba, zum Amt Fischberg gehörig, in einer Fehde des Ritters Ernst v. Brandenstein mit Henneberg durch die Ritter v. Hansen, v. Hopfgarten und v. Herbilstatt, eingeäschert. 1813 wurden beide Dörfer beim Rückzug der Franzosen stark in Mitleidenschaft gezogen.
In Unteralba steht eine evangelische Filialkirche aus dem Jahre 1708. Diese wurde 1934 vom Eisenacher Restaurator Brühl im Stil des Bauernbarock eingerichtet und nach letzter Renovierung erstrahlt sie seit 1983 wieder in neuen Glanz. Schon zur Reformationszeit gab es eine evangelische Schule, 1911 kam eine katholische Schule dazu. Es gab ein Gemeindehaus für die Ortsärmsten und sehr früh wurde die Wasserversorgung durch die vom Baier kommenden Quellen aufgebaut. Die Rorhleitungen bestanden anfangs aus durchbohrten Baumstämmen. Die Straßen des Ortes wurden mit handgeklopften Basaltsteinen beschottert.
1950 wurde ein Gebäude für Verwaltung, Bibliothek, Jugendzimmer sowie Kindergarten und Krippe gebaut.

Als erster Verein wurde 1873 ein Kriegerverein gegründet. 1884 folgte der Gesangverein „Liedertafel“. Dann folgten ein Rauchklub und ein Radfahrerverein. Außerdem gab es Vereine zu den Themen Obstbau, Schaf- und Ziegenhaltung sowie Bienen- und Kanarienzucht.
Es gab eine Dreschmaschinengenossenschaft sowie einen Wiesen- und Wässerungsverband. Jugendliche bauten aus eigenem Antrieb einen Sportplatz und betrieben bis 1939 Fußball und Leichtathletik. Die Landwirtschaft bildete den Haupterwerbszweig. Dazu kamen Steinmetzen, Töpfer, Ziegler, Topfhändler und Scherenschleifer. Auch Pfeifenkopfschnitzer waren ansässig.

Zum Wappen

Hierbei handelt es sich um das Wappen der Kirchgemeinde Unteralba. Im oberen Bild ist der Baier, mit der davor fließenden Alba dargestellt. Darin sind drei  Forellen zu sehen, die vom früheren Fischreichtum zeugen.
Im linken unteren Bild findet sich die Schlüsselblume, die einst, laut einer Sage, einem Schäfer den Weg in den Baier geöffnet haben soll. Diese Schlüsselblumen sind im Frühjahr und Sommer rund um den Baier verteilt, auf Wiesen und Lichtungen zu bewundern.
Im rechten unteren Bild ist der Schlüssel zum Baier dargestellt, der an besagter Schlüsselblume gehangen haben soll und den Zutritt zum Berg gewährte.

Fragen und Anregungen können Sie hier bzw. unter Kontakt@Unteralba-Rhoen.de loswerden.

 

Ein aktueller Blick auf Unteralba

Mit freundlicher Genehmigung von Frank Einicke