Weltmeisterdorf

Unsere Weltmeister

Unteralba hat nicht umsonst den Beinamen Weltmeisterdorf, auf den schon am Ortseingang hingewiesen wird.

Neben den bekannten Weltmeistern Ronny Ackermann (4-facher Weltmeister Nordische Kombination) und Steffi Teichmüller (1993 Weltmeisterin im Vierer-Rudern und im Jahr 2000 noch einmal im Achterrudern, lebt jetzt in Berlin) gibt es hier auch eine aufstrebende Jugend. Das sind die Skilangläufer Philipp Marschall (Juniorenweltmeister), Maria Weber (Jugenweltmeisterin) und Jonas Bergner (Schülerweltmeister Staffel).

Ehrenmitglied des Heimat und Kulturverein Unteralba e.V – Ronny Ackermann

Auch wenn wir ein noch recht junger Verin sind, so haben wir doch ein sehr bekanntes Ehrenmitglied:
Den 4-fachen Weltmeister und Gesamtweltcupsieger 2007/08 in der Nordischen Kombination Ronny Ackermann.

Wie es dazu kam:

Unteralba der 25.03.2006. Es ist 19.15 Uhr. Im Saal vom Landhotel „Zum Baier“ drängen sich die Generationen. Ihre Gespräche vermischen sich zu einem aufgeregten Geschnatter, das plötzlich von einer Stimme übertönt wird: „Der Ronny ist noch nicht in Dermbach. Es wird wohl auch noch eine halbe Stunde dauern. Ich denke aber, ein Weltmeister hat es verdient, dass man ein paar Minuten auf ihn wartet.“
Die kurzzeitige Stille um Dermbachs Bürgermeister Gerhard Rupperts Botschaft weicht schnell wieder lauteren Tönen. Viele nutzen die Zeit, rasch noch eine Bockwurst zu verdrücken oder setzen sich mit einem „Strammen Max“ in eine ruhige Ecke. Kinder flitzen umher, in der Nähe des Podiums installiert Dieter Hinze seinen Gruß an den vierfachen Weltmeister in der nordischen Kombination: „Trusetal grüßt Gold-König Ronny“ steht auf dem Plakat des Wintersportfans. Das Idol persönlich treffen, das wollen nicht nur Fans aus Unteralba. Viele kamen eigens in die Rhön, um Ronny Ackermann einen gebührenden Empfang zu geben.
Kurz vor acht ist es so weit: Der Star ist da und mit ihm ein gewaltiges „Hallo“. Mancher erwischt einen Händedruck, die meisten geradeso einen Blick, mit etwas Glück gibt‘s freie Sicht für einen Schnappschuss. Margit Kaiser aus Hermannsroda und ihr Mann halten ihre Grußfahne so hoch sie können. Ronny soll sehen, dass die Tante da ist, die bei den Olympischen Spielen in Turin war und bei der Weltmeisterschaft in Oberstdorf. „Wir freuen uns so sehr mit ihm und sind so stolz“, sagt Margit Kaiser. „Und wenn es mal nicht so klappt, sind wir traurig und leiden mit ihm.“
Ein Satz, der an diesem Abend nicht nur einmal ausgesprochen wird. Ralf Luther, Landrat des Nachbarkreises Schmalkalden-Meiningen und beim Empfang als Freund in Unteralba, seien Tränen gerollt, als Ronny am frühen Morgen des 3. März in Japan seinen Titel holte. Tränen, für die sich auch stz-Sportchef und Moderator eines Profi-Talks mit Ronny Ackermann, Gert Hellmann, sowie Bundestrainer Hermann Weinbuch nicht schämen. Auch Andreas Bertram vom Kreissportbund gibt zu, feuchte Augen gehabt zu haben – eben einem emotionalen Erlebnis geschuldet. Da dürfen auch Männer weinen.
Immer wieder wallen Beifallsstürme auf. Ehre und Dankbarkeit für Ronny Ackermann. Jubel, Neugier, Vorfreude darauf, ein Autogramm zu ergattern, bestimmen die Atmosphäre. Besonders die Mädchen und Jungen sind begeistert: Ihr Idol sitzt vor ihnen, zum Greifen nah im Podium, und als das letzte offizielle Wort gesprochen ist, hält sie nichts mehr davon ab, ihrem Ronny auf die Pelle zu rücken.

„Wir machen so einen Riesenempfang, weil Ronny Bestandteil unserer Heimat ist“, sagt Tobias Hepp, Vorstandsmitglied des Heimat- und Kulturvereins Unteralba/Rhön, dem Veranstalter des Empfangs. „Wenn man solch einen Mitbewohner hat, dann muss man ihn einfach feiern.“ Der Verein ernennt das „Aushängeschild für die Region“ zum Ehrenmitglied, denn, so Hepp, „ein Platz ist ja schon nach dir benannt“. Der Landrat des Wartburgkreises, Reinhard Krebs, reicht Nudeln aus Dermbach, Ralf Luther hat gesunde Süßigkeiten aus Floh-Seligenthal mitgebracht und KSB-Mann Bertram dekoriert Ronny Ackermann mit der höchsten Ehrenmedaille des Kreissportbundes.

 

 

Quelle: Stz-online